Zurück

Industrie-Dom mit Konzertsaal-Akustik

Die Landschaftspark Duisburg-Nord GmbH und die KulturRuhr GmbH (Nutzer während der Ruhr-Triennale) wünschten einen kulturell vielfältig nutzbaren, flexibel „bespielbaren“ Veranstaltungsort.
Es wurde ein respektvoller Umgang mit der bestehenden Bausubstanz und mit den diesen Ort prägenden Maschinen und Einbauten erwartet. Die „industrielle Patina“ sollte erlebbar und nachvollziehbar bleiben.
Die Aufgabenstellung erforderte ein Konzept, das insgesamt 5 Hallen unterschiedlicher Größe und Höhe zu einem Ganzen zusammenfügt.
Es mussten unterschiedliche, technische Vorgaben (Raumakustik, Medientechnik, Bühnentechnik, Heizung, Lüftung, Sanitär, u.v.m.) umgesetzt und in den Bestand integriert werden. Im Herzen der Hallen befindet sich das Foyer, in dem sich alle Wege aus den angrenzenden 4 Hallen bündeln. Hier sind Kassen, Infocounter und Garderoben zu finden. Zahlreiche Ein- und Durchblicke, größtenteils durch wiederhergestellte, historische Öffnungen, sorgen für einen imposanten Gesamteindruck der Hallen.

RECHTS: Für das leibliche Wohl ist sowohl im Foyer, als auch in den daran angrenzenden Hallen durch qualitätvoll gestaltete Bars gesorgt.

 

Bar
© Ralf Rottmann
Bühne
© Matthias Baus

Um die Erlebbarkeit der Maschinenästhetik und die ehemalige Nutzung der Haupthalle, der „Basilika“, weiterhin spürbar zu gestalten, wurde eine neue Ebene geschaffen, die „Bühnenebene“. Unterhalb der neuen Bühnenebene, im neuen Maschinenfoyer, konnten alle Turbinen, Maschinen, Schaltschränke und Schieber erhalten werden.
Diese neue Ebene wird durch einen eingestellten, allseitig von den aufgehenden Wänden abgelösten „Betontisch“ geschaffen. Somit bleibt die 25,00 m imposante Raumhöhe der „Basilika“ weiterhin wahrnehmbar und raumprägend. Die Fuge zwischen dem „Tisch“ und den aufgehenden Wänden sind durch großzügig dimensionierte Gitterroste abgedeckt, die je nach Anspruch und Nutzungskonzept demontiert werden können.
Erschlossen wird die Bühnenebene vom Maschinenfoyer aus durch zwei eingestellte, einläufige Treppen, sowie durch eine unterhalb der Dachkonstruktion abgehängte achtläufige Stahltreppe mit aufgelegten Betonstufen.
Die Bühnenebene ist leistungsfähig und variabel nutzbar. Eine demontierbare, variable Tribüne mit 500 Besucherplätzen kann unterschiedliche Nutzungs- und Bespielungskonzepte bedienen.

UNTEN: Installationen der Firma Iguzzini tauchen Maschinen und Räume in stimmungsvolles Licht. 

Erdgeschoss
© Iguzzini

 

Lichtinstallation Iguzzini
© Iguzzini
Bar
© Iguzzini

 

GEBLÄSEHALLE IM LPDN

ORT:  Duisburg
AUFGABE:  Umnutzung eines Industriedenkmals
AUFTRAGGEBER:   Duisburg Marketing GmbH
VERGABEFORM:  Direktauftrag
TYPOLOGIE:  Industriekultur [IKU]
JAHR:  2001-02
BGF:  4.000 m²
BAUWERKSKOSTEN:  9,1 Mio. €
STATUS:  realisiert

 

Aussenansicht
© Iguzzini

Zurück